Funktionsanalyse

 
 
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Funktionelle Störungen des Kauapparates treten sehr häufig auf (50 -75% der Bevölkerung), führen aber nicht unbedingt zu Beschwerden (nur in 20 - 25% der Fälle). Man bezeichnet sie als Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD). Nicht selten liegt die Ursache in der Verarbeitung von Stress, der zum nächtlichen Knirschen und Zusammenpressen der Zähne führt.
Hierdurch können Verspannungen der Kaumuskulatur, Kiefergelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich entstehen. Eine solche Fehlregulation kann aber auch ausgelöst werden durch Störungen oder Veränderungen in der Okklusion, dem Zusammenbiss der Zähne.
 
Da schon eine einzelne Krone oder sogar eine die Okklusion störende Füllung ausreichen kann, um Beschwerden zu verursachen, ist es besonders bei der Herstellung von Prothetik wichtig, diese funktionsverträglich zu gestalten.
Hierfür wird mit einem Gesichtsbogen die Lage der Kiefer im Schädel vermessen und die Stellung der Zähne zueinander erfasst.
Jede dieser Messungen dauert nur kurz und ist völlig schmerzfrei. Vom Zahntechniker werden die gemessenen Werte exakt in einen Artikulator übertragen, der die Stellung der Kiefer zueinander und ihre Lage im Schädel und in Bezug auf die Kiefergelenke simuliert.
 
Mit Hilfe dieser Maßnahmen ist es möglich, Zahnersatz anzufertigen, der keine Gefahr für Kiefergelenke und Kaumuskulatur darstellt. Obwohl diese Leistungen medizinisch notwendig sind, werden sie von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.
 
 
Was tun bei Beschwerden?
Wenn Beschwerden aufgetreten sind, kann mit verschiedenen Analyseverfahren ( z. B. einer klinischen und instrumentellen Funktionsanalyse) nach der Ursache geforscht werden. Als Soforttherapie helfen häufig Zahnschienen (Schienenbehandlungen), damit die Beschwerden schnell abklingen.